Eröffnung
Samstag, den
14. März 2026 um 18 Uhr
Whiteroom
Talk-Event
Sonntag, den
19. April 2026 von 12 Uhr
Finissage
Sonntag, den 19. April 2026
von 11–14 Uhr
Mein Mund ist nun eine Schale, gefüllt mit Haaren.
Josephine Garbe (*1991, Berlin) zeigt in ihrer Ausstellung „Mein Mund ist nun eine Schale, gefüllt mit Haaren.“ Zeichnungen, skulpturale Arrangements und bewegte Bilder.
Zwischen Zähnen und Murmeln, realen Orten und fiktiven Momenten entspinnen sich spielerisch innere Welten und öffnen einen Raum sich zu erinnern. Es sind Beobachtungen von Körpern und Körperlichkeit, Eigen- und Fremdwahrnehmung, sowie sozialen und inneren Gefügen, die sich in einer Spannung zwischen persönlicher und kollektiver Gegenwart befinden.
In einer eigens für die Ausstellung und den Ort entwickelten Ausstellungsarchitektur verbinden sich die einzelnen Arbeiten und ergeben ein temporäres Ganzes, das Geschichten erzählt. Das Ausstellungsdesign ist in Kooperation mit dem in Berlin lebenden Künstler Jonas Habrich (*1992, Mönchengladbach) entstanden.
„Ein Hohlraum ist mein Mund, Zunge und Zähne sind verloren im Wasser.
Alle Poren öffnen sich und die Haare meines Kopfes wachsen in der Leere.
Sie sind meine Gedanken.
Mein Mund ist nun eine Schale, gefüllt mit Haaren. Lippen verschließen alles zum Schutz.
Ich binde Haare zu Zöpfen. Aus Zöpfen werden Knoten, aus denen Knospen quillen.
Im Zwischenraum, zwischen Haaren und Knoten, Knoten und Knospen, leben Geister.
Geister öffnen Lippen.
Innen erscheint Außen und Leere füllt die Schale.
Vor den Lippen die Masse, die nach vorne treibt.
Vorübergezogen sind die Knoten. In den Haaren die Knospen, die blühen.
Aus den Blüten steigt die Lunge empor.
In der Welle ihrer Bewegung fallen Zähne aus ihr heraus.“
Josephine Garbe / 2026
Josephine Garbe lebt und arbeitet in Berlin. Sie hat an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig bei Thomas Rentmeister und Björn Dahlem und an der Kunstakademie Düsseldorf bei Franka Hörnschemeyer studiert. Bei ihr hat sie als Meisterschülerin abgeschlossen.
Eröffnung am Samstag, den 14. März 2026 um 18 Uhr. Zur Einführung um 19 Uhr spricht Lucy Degens, Kuratorin für Gegenwartskunst / Sammlung Grafik, Kunstmuseum Bonn.
Whiteroom Talk-Event und Finissage am Sonntag, den 19. April 2026 von 11–14 Uhr. Es findet um 12 Uhr ein Künstlergespräch zwischen Josephine Garbe und Diana Nowak, Kunsthistorikerin, Berlin statt.
Die Ausstellung wird gefördert vom
Jahresprogramm 2026
Eröffnung: Samstag, den 14. März 2026 um 18 Uhr
„White Room“ Talk-Event und Finissage: Sonntag, den 19. April von 11 bis 14 Uhr
Josephine Garbe, geb. 1991 in Berlin, studierte von 2014-18 an der HBK Braunschweig bei Thomas Rentmeister und Björn Dahlem und von 2018-20 an der Kunstakademie Düsseldorf bei Franka Hörnschemeyer. Sie lebt und arbeitet in Berlin.
Ihre Arbeiten sind multimediale Auseinandersetzungen mit der eigenen Identität und den gegenseitigen Wechselbeziehungen zwischen Individuum und Gesellschaft, Körper und Raum, Innen und Außen. Sie beschreibt innere Bilder, die sich in einer Spannung zwischen persönlicher und kollektiver Gegenwart befinden. Es sind Beobachtungen von Körper und Körperlichkeit, Eigen- und Fremdwahrnehmung, sowie sozialen und inneren Gefügen. Die einzelnen, multimedialen Arbeiten, Zeichnungen, Videos und skulpturale Arrangements verbinden sich im Raum zu einem temporären Ganzen.
www.josephinegarbe.com
Josephine Garbe und Jonas Habrich haben schon 2017, damals noch als Studenten der HBK Braunschweig, im MMIII Kunstverein beeindruckende Installationen realisiert. Ihre Entwicklung haben wir kontinuierlich verfolgt und haben uns jetzt zu einer Einzelpräsentation von Josephine Garbe entschieden, die von Jonas Habrich kuratorisch begleitet wird.
Jonas Habrich, geb. 1992 in Mönchengladbach, studierte von 2013-18 an der HBK Braunschweig bei Thomas Rentmeister und 2018-20 an der Akademie in Wien bei Monica Bonvicini. Er lebt und arbeitet in Berlin und Mönchengladbach.
www.jonashabrich.com
Eröffnung: Samstag, den 9. Mai 2026 um 18 Uhr
„White Room“ Talk-Event: Samstag, den 30. Mai 2026 um 18 Uhr
Finissage: Sonntag, den 07. Juni 2026 von 11 bis 14 Uhr
Andreas von Ow, geb. 1981 in Freiburg, studierte von 2006-12 an der Akademie in Karlsruhe bei AK Schulze, Günter Umberg, Reiner Splitt und Tatjana Doll. Er lebt und arbeitet in Berlin und Düsseldorf.
www.andreasvonow.com
David Semper, geb. 1980 in Wuppertal, studierte von 2005-07 in Stuttgart und von 2007-11 an der Akademie in Karlsruhe bei Leni Hoffmann. Er lebt und arbeitet in Neuss. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit ist er aktiv als Kurator und seit 2024 Vorstands-Mitglied des MMIII Kunstverein MG e.V.
www.davidsemper.com
Auf Einladung von David Semper wird Andreas von Ow für die Räume des MMIII speziell eine Installation mit Arbeiten schaffen, die im Kunstverein und seiner Umgebung ihren Ursprung haben können: der Künstler erforscht dazu seine nähere Umgebung auf der Suche nach interessantem Material und entnimmt ihm Farben, die ihm interessant erscheinen. In aufwendigen Prozessen wird das Material zu Malfarbe verarbeitet und auf dem Erscheinen des Materials zuträglichen Bildträgern verdichtet. Die dabei entstehenden Farbmalereien sind oft Bestandteil derjenigen Farbräume, in denen Andreas von Ow sich lokal aufhält. Sie sind farbtopographische Bestandsaufnahmen und gleichzeitig eigenständig gewordene Malereien mit Farbe und ihrem Material als Bildsubjekt.
Andreas von Ow wird sowohl den Innenraum, als auch den Aussenraum rund um den Kunstverein gleichermassen genauer erkunden. Die Historie der Textilindustrie in Mönchengladbach, das Wissen um ihre Färbetechniken, aber auch die Brachen im Industriegebiet mit ihren Pionierpflanzen sind dabei von besonderem Interesse. Ungesehenes wird sichtbar gemacht, die Möglichkeiten der Malerei werden erweitert…
Es entsteht eine Art poetischer Materialismus: der Herstellungsprozess wird selbst zum Bestandteil und Thema der Wahrnehmung und Malerei sowie zur Reflexion des Umgebung -die Arbeiten ermöglichen so ein „authentisches Sichtbar-Werden“ (Volker Bauermeister).
Eröffnung: Samstag, den 27. Juni 2026 um 18 Uhr
„White Room“ Talk-Event: Samstag, den 11. Juli 2026 um 18Uhr
Finissage: Sonntag, den 06. September 2026 von 11 bis 14 Uhr
Stefanie Klingemann (geb.1977 in Moers), studierte von 1999-2006 an der Kunstakademie Münster (Skulptur im Öffentlichen Raum), davon 2003/4 an der Ecole superieur des Beaux Arts in Genf (CH), sowie im Anschluss 2006 -09 als Postgraduierte an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Sie erhielt eine Vielzahl von Preisen und Stipendien, zB: Kunststiftung NRW, Stiftung Kunstfonds, Villa Massimo Rom, Schloss Ringenberg, LVR-Projektförderung, Schloss Balmoral Bad Ems, Stadt Viersen, Museum IKOB Eupen (BE), DAAD Reisestipendium, etc… und bedeutende Einzelausstellungen: Museum Insel Hombroich Neuss (2024), Skulpturenmuseum Marl (2024), Casa Baldi, Olevano Romano (IT, 2021), Kunstverein Bielefeld (2021), Sta dt.Galerie Viersen (2009), IKOB Museum Eupen (BE, 2007). des Weiteren kann sie auf zahlreiche Gruppenausstellungen, kooperative Projekte und Publikationen verweisen.
Stefanie Klingemann ist „Bildhauerin“, die in einem erweiterten Verständnis multimedial, insbesondere auch als „Performerin“ arbeitet und mit diversen Methoden die ikonographischen Standards unserer Lebenswelt erkundet und durch ihre Aktionen auch an kunstfernen Orten überraschende Erkenntnis-Gewinne erzeugt. Ihre (Selbst)-Inszenierungen zielen darauf ab, Künstlichkeitssysteme zu entlarven und bei allen Beteiligten eine „Verlebendigung“ zu ermöglichen. Ihr Werkbegriff ist fliessend und vollendet sich immer im Miteinander, in der Kooperation und Rezeption. Besonders wichtig ist Stefanie Klingemann die Öffnung ihrer Arbeit aus dem Kunst-Kontext hinaus in den Stadtraum und die gesellschaftlichen Kommunikationsräume.
Im MMIII Kunstverein Mönchengladbach wird sie -basierend auf ihrer Erfahrung im Skulpturen Museum Marl 2024- mit dem Material arbeiten, dass sie hier vorfindet. Besonders interessieren sie dabei Räume und Nischen (zB das Lager), die normalerweise dem Besucher verborgen bleiben. Aber auch die Menschen, die im Verein aktiv mitarbeiten. Es entsteht eine „Möglichkeits- Plattform“, eine kooperative, raumbezogene bildhauerische und performative Arbeit, deren Präsenz im Prozess erfahrbar wird: Ergebnis vollkommen offen!
Eröffnung: Samstag, den 10. Oktober 2026 um 19:30 Uhr
Whiteroom Talk-Event und Finissage: Sonntag, den 15. November 2026 von 11 bis 14 Uhr
Die Ausstellung wird eine Gegenüberstellung von zwei flächendeckenden abstrakten Malereien auf den beiden 4x16m großen Wänden des MMIII Kunstvereins sein. Lars Wolter, der selbst konsequent abstrakt arbeitet und schon viele grosse Wandmalereien realisiert hat, lädt als Kurator für diese Gegenüberstellung zwei Künstler ein.
www.larswolter. com
Dieses Ausstellungskonzept verfolgen wir seit 2016 - jeweils im Oktober/November und immer im Rahmen des „Econore Noise Festival“, das jeweils vor den Wandmalereien stattfindet. In den vergangenen Jahre gab es Realisation zB von Zora Kreutzer (Berlin), Christian Bode (Bochum), Sebastian Freytag (Düsseldorf), Vermeulen-Niewendijk (NL), Lydia Wierenga (Groningen)), Jan van der Ploeg (Amsterdam) und Lars Breuer (Köln), sowie auch Lars Wolter (Mönchengladbach).
Für 2026 gibt es eine „Short-List“ von 4-5 Künstler:innen, die angefragt sind - die endgültige Festlegung erfolgt im Frühjahr 2026:
- Cornelia Baltes (Berlin) www.corneliabaltes.com
- Tim Cierpiszewski (Bochum) www.timcie.com
- Eva Berendes (Bonn/Berlin) www.evaberendes.com
- Jasper van der Graaf (Dortrecht NL) www.jaspervandergraaf.nl
Die Auswahl der Musiker wird im Frühjahr 2026 bekannt gegeben.
Anna Schütten (geb. 1989 in Köln) studierte von 2012-17 an der Akademie in Karlsruhe bei Leni Hoffmann und 2019-22 an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf. Sie lebt und arbeitet in Köln.
www.annaschuetten.com
Anna Schütten`s Praxis besteht aus interdisziplinären und kooperativen Ansätzen.Sie sucht nach Rhythmen und Bildfolgen im Alltäglichen. In ihren ortsspezifischen Installationen und Performances greift sie die akustischen Eigenschaften der Ausstellungsorte auf und verschiebt den Focus unserer Wahrnehmung auf das Marginale, kaum Hörbare.
Die post-Industrielle Architektur des MMIII Kunstvereins und die nach wie vor rege gewerbliche Nutzung der Nachbar-Hallen im zentrumsnahen Industriegebiet sind für die Künstlerin zum akustischen und visuellen Arbeitsmaterial.
Mit Ton- und Bildaufnahmen transformiert sie die abstrakt wirkenden Patterns der Umgebung zum Ausgangspunkt für ortsspezifische Listening-Sessions.