2017

Samstag, 21.10.2017

Einlass: 19:00 Uhr
Start: 19:30 Uhr
Eintritt frei

Lineup: Limpe Fuchs, Guili Guili Goulag, DSR Lines, Ögon Batto, Eric Bauer

Wandmalerei: Sebastian Freytag - Konsortium

 

 

Weitere Informationen erhalten Sie unter festival.econore.com

 

Das Festival wird gefördert von

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Ausstellungsdauer: 10. September bis 15. Oktober 2017
Eröffnung: Samstag, den 9. September 2017, um 19:30 Uhr
Einführung: Ben Kaufmann, Leiter NAK Aachen
Finissage: Sonntag, den 15. Oktober von 11 bis 14 Uhr

 

 

Der Kunstverein Mönchengladbach zeigt in seinen Räumen eine Ausstellung der drei KünstlerInnen Wolfgang Kupczyk (*1951), Jochen Mura (*1968) und Johanna Roderburg (*1956).

WOLFGANG KUPCZYK
Gegenstand seiner Malerei ist das Malen selbst, das sich durch das Auftragen von meist horizontalen Lasuren allmählich in Gemälden, auch seriell, formuliert. Wolfgang Kupczyk beendet den Prozess, wenn eine energetische Präsenz von Farbe, Farbauftrag und farbiger Hintermalung entstanden ist. Es entstehen Farbflächen zwischen Transparenz und Hermetik mit Aspekten von Sfumato und Hardege im Zustand von Anziehung und Entrücktheit. Ihre Präsenz ermöglicht eine freie unmittelbare physische Wahrnehmung farbiger Erscheinungen vor jeder rationalen Kategorisierung. Bildträger sind Aluminiumtafeln, die „schwebend“ an der Wand montiert werden und rückseitig mit fluoreszierenden Farben bemalt sind, so dass durch ihre Reflexion an der Wand eine zweite immaterielle Ebene farbigen Lichts entsteht, die in Interaktion zur Farbigkeit der Vorderseite tritt.

JOCHEN MURA
Mit seinen Installationen und Objekten, die in den Räumen des MMIII zu sehen sein werden, variiert Jochen Mura ein Thema, dem seit mehr als 20 Jahren seine künstlerische Aufmerksamkeit gilt. Dass wir Räume physisch „erleben“, dass sie eine „Wirkung“ auf uns erzielen, uns affizieren, all dies ist alltägliche Erfahrung. In Muras Werk nun avancieren Räume zu semiotischen Gebilden, zu Artefakten, die den Betrachter sowohl in komplex verschlüsselte, dabei unmittelbar erfahrbare Wahrnehmungssituationen verwickeln und ihn gleichzeitig, durch die Abstraktion, in eine distanzierte Betrachtungshaltung belassen. Bei der Ausstellung in Mönchengladbach werden drei aktuelle Arbeiten Muras gezeigt, die jeweils auf unterschiedliche Weise eine Verbindung zueinander aufbauen. Allen Arbeiten ist gemein, dass sie sich mit dem Räumlichen auseinandersetzen oder auf Architektur beziehen. Die Wandarbeit „Futura“ zeigt einen abstrahierten Grundrissplan eines gewöhnlichen Fertigbaus aus den 70er Jahren, der in der kühlen Präsenz der Farbklaviatur Le Corbusiers wiedergegeben wird. Der Titel „Futura“ leitet sich aus dem ebenso betitelten Fertighaus ab. Eine 6-teilige Serie, modellartiger Wandkästen aus Holz und Glas mit jeweils einem integrierten Foto des dem Grundrissentwurf entsprechendem Realhauses, komplettiert diese Wandinstallation. So überlagern sich die idealtypisch, konstruktivistischen Ideen des architektonischen Großmeisters mit den auf Zweckmäßigkeit angelegten Katalogentwürfen der nachfolgenden Architekten-Generationen. Bei dem Bodenobjekt „Überwurf-M“ wird der berühmte Modulor-Entwurf, mehrfach dupliziert, jedes einzelne Element geringfügig verfremdet und so seiner idealtypisch, auf dem goldenen Schnitt beruhenden Prinzip entzogen, und als „Überwurf“ über eine verspiegelte Unterkonstruktion gelegt. Dem Betrachter eröffnet sich ein erweiterter Bildraum in die Tiefe, der Raum darum und darüber verbindet sich skulptural mit Muras Raumobjekt. Der Umraum und insbesondere die markante Deckenkonstruktion des MMIII werden durch die Spiegelungen Bestandteile der Arbeit und überlagern sich mit dem darüber befindlichen Konstrukt. Der „Überwurf“ erlangt so die Anmutung eines „Fangnetzes“, das mit seinem strengen, mathematischen Prinzip, die im Spiegel erscheinenden „Realsituationen“ einzufangen versucht. Allen Ausstellungsbeiträgen Muras ist zu eigen, dass er spezifische baukonstruktive Merkmale einfängt, sie in Bildmetaphern hervorhebt und sie in einem Stadium festhält, in welchem sie sich von ihrer ursprünglichen Funktion auf verschiedensten Wegen entfernen.
www.jochenmura.com

JOHANNA RODERBURG
Die Malerei ist normalerweise ein Medium, das sich wenig um seine Umgebung schert. Ob sie in üppig möblierten, barocken Salons auf dunkelroter Seidentapete hängt oder isoliert und vereinzelt auf grauen Betonwänden, innerhalb ihres Rahmens, bis zum Rande der Leinwand, behauptet sie leicht ihre eigene Realität. Für die gegenständliche Malerei von Johanna Roderburg ist diese Tatsache ein Anreiz, den gegebenen Rahmen zu überschreiten. Ihre Malerei handelt stets auch von ihrer Umgebung, von der Wirklichkeit jenseits der Leinwand. Johanna Roderburgs Bilder erschaffen auf der Leinwand zwar eine eigene Realität, aber die umgebende Wirklichkeit macht vor ihr keinen Halt, in der zweidimensionalen, gemalten Simulation wird das ins Bild gespiegelte Verhältnis von Raum, Objekt und Betrachter stattdessen durchscheinend klar. (Melanie Bono)
www.johannaroderburg.de

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FLORALE TRANSFORMATION

Ausstellungsdauer: 11. Juni bis 9. Juli 2017
Eröffnung: Samstag, den 10. Juni 2017, um 19:30
Einführung: Wilko Austermann, Kurator der Ausstellung
Finissage: Sonntag, den 9. Juli von 11 bis 14 Uhr

 

 

In der Ausstellung Florale Transformation geht es um Künstler, die Pflanzen mit in ihr künstlerisches Schaffen einbeziehen. Der Kunstverein Mönchengladbach kooperiert dabei mit dem Kunstverein Krefeld und dem Antichambre im hotel friends Düsseldorf, um die Vielschichtigkeit der künstlerischen Ansätze zu präsentieren. Das Wachstum und die Vergänglichkeit sollen sichtbar gemacht werden, somit verändern sich die Werke der Ausstellung. Der Titel Florale Transformation bezieht sich auf die Verwandlung von Kunstwerken nach der Inspiration der Pflanzenwelt.

Thimo Franke (geb. 1986) hat an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg und an der Kunstakademie Düsseldorf bei Martin Gostner studiert. In seinen Arbeiten lässt er Bücher von Pflanzen zersetzen. Franke beschäftigt sich in seinem Werk mit Pflanzen und deren Wachstum auf bestimmten Objekten, die unterschiedlich symbolisch interpretiert werden können.

Andreas Greiner (geb. 1979) hat an der Universität der Künste in Berlin bei Rebecca Horn und am Institut für Raumexperimente bei Olafur Eliasson studiert. In seinen Arbeiten bezieht er sich auf Phänomene der Natur, die mit dem bloßen Auge nicht sichtbar sind. So entwickelt er Installationen aus Algen, die durch die Photosynthese anfangen zu Leuchten.

David Hahlbrock (geb. 1980) hat an der Kunsthochschule für Medien in Köln studiert. Hahlbrock interessiert sich für die Ambivalenzen von Kunst und Kultur. Inwiefern ist die Natur kontrollierbar und wird vom Menschen gelenkt? Der Künstler versucht durch Pflanzen ein Potential für Poesie in seiner Präsentation zu kreieren.

Ke Li hat an der Kunstakademie Düsseldorf bei Marcel Odenbach studiert. In ihren Plastiken zeigt sie Restbestandteile der Natur in einem von ihr neu geschaffenen Raum. Li kombiniert unterschiedliche Pflanzensamen und Blüten zu neuen skulpturalen Gebilden.

Marthin Rozo (geb. 1991) hat an der Kunsthochschule für Medien in Köln und an der Universität von Bogota in Kolumbien studiert. Er sucht nach Spuren von Organismen auf natürlichen Gegenständen und greift künstlich in Wachstumsprozesse ein, die Rozo häufig seriell präsentiert. Rozo versucht in seinen Arbeiten die Prozesse der Natur sichtbar zu machen.

Martin Schwenk (geb. 1960) hat an der Kunstakademie Düsseldorf bei Günther Uecker studiert. Der Künstler schafft in seinen Arbeiten eine künstliche Imitation von Pflanzen. Er entwickelt diese Prozesshaft mit unnatürlichen Materialien. Dieser Vorgang orientiert sich an der Natur, stellt jedoch seine eigene Phantasie der Dinge visuell dar.

David Semper (geb. 1980) hat an der Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und Karlsruhe bei Leni Hoffmann studiert. Semper interessiert sich für die Flüchtigkeit und Entwicklung von unterschiedlichen Materialien in einem Raum. Die Visualisierung von Zeit durch die Sichtbarmachung des Prozesses spielt eine wichtige Rolle.

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MÖNCHÖNCHÖNMÖNCHÖN­MÖNCHÖNCHÖNCHÖNMÖN

Ausstellungsdauer: 22. April bis 21. Mai 2017
Eröffnung: Samstag, den 22. April 2017, um 19:30
Einführung: Jens-Peter Koerver, Kurator der Ausstellung
Finissage: Sonntag, den 21. Mai von 11 bis 14 Uhr

 

 

Der Kunstverein Mönchengladbach zeigt in seinen Räumen eine Ausstellung der beiden Künstler Andreas Karl Schulze (*1955 Rheydt, lebt in Köln) und David Semper (*1980 Wuppertal, lebt in Neuss).

Obwohl sie unterschiedlichen Generationen angehören, verbindet sie die Praxis des ortsbezogenen Arbeitens. Mit ihren jeweiligen, für die bestimmte Situation geschaffenen Arbeiten machen sie den jeweiligen Raum in seinen architektonischen, stofflich-materiellen und atmosphärischen Eigenheiten erlebbar und weisen zugleich über eine reine Ortsspezifik hinaus. Ihnen gemeinsam sind diskrete, auf spektakulär-aufwändige Eingriffe verzichtende Vorgehensweisen, die geprägt sind von jeweils eigenen, präzise entwickelten Formen der Einfachheit und dem konzentrierten Einsatz ihrer künstlerischen Mittel.

Die Arbeit von Andreas Karl Schulze ist im Grenzbereich zwischen Malerei und Installation zu verorten. Basis seiner keineswegs nur auf die Wand beschränkten Werke sind seit den frühen 1990er Jahren monochrom bemalte, 5 x 5 cm messende Textilquadrate. Mit ihnen realisiert er vielfältige, über bildhafte Formen weit hinausgehende Interventionsformen. Diese können aus der Platzierungen von drei, vier wie versteckte Markierungen wirkenden Quadraten bestehen und ebenso große Flächen, ganze Architekturen mit subtilen Bewegungsimpulsen überziehen.

Der Ansatz David Sempers lässt sich mit den beiden Begriffen Material und Prozess grob umreißen und umfasst ein breites Spektrum von Werktypen und Arbeitsweisen. Dazu gehören u.a. die Sichtbarmachung zuvor verborgener Spuren oder die Implantation von Materialien in Wände, seinen es alltägliche wie Stempelkissen oder solche mit einer langen Materialhistorie wie Alabaster. Immer wieder geht es auch darum ergebnisoffene, nicht absehbare Formentwicklungen zu initiieren. Variation und Wiederholung, Referenzen an Formen klassischer Ornamentik sind ebenfalls Handlungsmöglichkeiten des Künstlers.

Wie die Ausstellung im MMIII aussehen wird, wie Andreas Karl Schulze und David Semper auf die markante Industriearchitektur der Halle des Kunstvereins Mönchengladbach und auf die Werke des jeweils anderen reagieren, wird sich erst in einem längeren Arbeitsprozess vor Ort ergeben. Dass sie diesen Raum in ganz eigener, nicht absehbarer Weise zum Ausgangspunkt und Gegenstand ihres Agierens machen und ihn in mancher Hinsicht neu erschließen, manches überhaupt erst sichtbar machen, ist ein Aspekt. Dass Angemessenheit und Offenheit, Präzision und Intuition, Unmittelbarkeit und Überraschung, schließlich die Unersetzbarkeit des Hier und Jetzt in den Arbeiten beider wirksam und anschaulich sind, ist ein anderer.

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STRICH IN JEDE RICHTUNG

Ausstellungsdauer: 12. März bis 9. April 2017
Eröffnung: Samstag, den 11. März 2017, um 19:30 Uhr
Einführung: Prof. Dr. Annette Tietenberg, HBK Braunschweig
Finissage: Sonntag, den 9. April 2017 von 11 bis 14 Uhr

 

Sie verstehen Mönchengladbach im Allgemeinen und den Kunstverein MMIII im Speziellen als Orte, an die man gezielt fährt oder hingeführt wird. Die Beschäftigung mit dem konkreten Raum des Kunstvereins und dem Stadtraum bilden somit eine Grundlage für die Ausstellung. Wie bewegt und positioniert sich der Einzelne in diesen Räumen? Wie bewegt und positioniert sich eine Gruppe?

Drei Wochen verbringen sie bis zur Eröffnung in der Stadt, um die Ausstellung aufzubauen, Geplantes zu realisieren, Neues zu entwickeln und auf das vor Ort sein zu reagieren.

Ein in seiner Architektur spezieller Ort wird angefüllt, Arbeiten entstehen im Raum, sie kommen sich nahe, an manchen Punkten vielleicht zu nahe und treten in Verbindung. Es entsteht ein dichtes System aus Verbindungen und Verschränkungen ohne Anfangs- und Endpunkt.

Die Ausstellung wird über die Räumlichkeiten des Kunstvereins hinausgehen und in die Stadt hinein projizieren. Über die Dauer von einem Monat werden Oberflächen in Mönchengladbach bespielt. Unter anderem wird zwischen Werbeclips im Kino eine Videoarbeit platziert, eine Plakatwand im Bahnhof wird zur externen Ausstellungsfläche, auf den vernagelten Fenstern eines leerstehenden Hauses sind Photographien zu sehen. Weitere mehr oder weniger sichtbare Flächen tauchen in der Stadtkarte Mönchengladbachs auf, sind nicht alle gleichermaßen und gleichzeitig erreichbar, nicht als Route angelegt.

Mittelpunkt bleibt der Raum des Kunstvereins. Nur hier lassen sich die gezogenen Striche in die Stadt nachvollziehen, die alle von diesem Ort ausgehen. In der gesamten Ausstellung spielt nicht nur das tatsächlich Sichtbare eine Rolle, sondern auch der Prozess dort hin. Dieser Vorgang wird zum Ausgangspunkt für den Theatertext, den Herbert Graf für die Ausstellung geschrieben hat. Aus einer Perspektive der assoziativen Beobachtung wird der Text in der Ausstellung von der Ausstellung erzählen, sie erweitern, umbauen, dekonstruieren, ignorieren und von ihr abschweifen. Dokumentation und Fiktion verschwimmen. Das Stück zieht einen Strich zum Theater, ohne dort jemals ankommen zu wollen.

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